Projekte

Psychodrama-Institut für Europa e.V.

Spuren des Holocaust in der Gegenwart als Auschwitz-Kraków-Projekt 

Das Auschwitz-Kraków-Projekt handelt von uns allen.
Es handelt von den Beziehungen der beiden Teile in uns: dem Täter und dem Opfer.

Das Auschwitz-Kraków-Projekt ist ein Psychodrama-Weiterbildungsprozess. Es ist ein dynamischer, aktiver und offener Gruppenworkshop, der die Methoden des Psychodrama und Soziodrama nutzt, um den Spuren des Holocaust in der Gegenwart zu begegnen. Wir werden die verschiedenen Arten der Internalisierung von Erfahrungen in den Rollen des Täters und des Opfers untersuchen. Diese Erfahrung kann eine Begegnung mit dem „Anderen“ und dem „Fremden“ bringen. Sie kann nicht zu Vergebung oder Versöhnung führen, aber sie kann einige Wunden heilen. Vor allem kann sie einen Dialog eröffnen.

Dieses besondere Projekt ist offen für Psychodrama-Auszubildende und Fachleute, die ihr Verständnis und Wissen vertiefen wollen und andere, die interessiert sind an folgenden Themen: „Spuren des Holocaust in
der Gegenwart“ sowie „Begegnung mit dem Anderen und dem Fremden“. Es wird keine Vorerfahrung in Psychodrama verlangt.

Frieden ist nicht das Fehlen von Konflikten. Wir glauben, dass unsere Arbeit als Fachleute dem Lernen gewidmet sein sollte, wie man mit Konflikten lebt. Der erste Schritt eines solchen Prozesses ist, den anderen akzeptieren zu lernen. Anstatt unsere nicht eingestandenen Schattenseiten auf andere zu projizieren, glauben wir, dass es wichtiger und effektiver ist, in uns selbst dem Feind zu begegnen.

Wir wählten das Galizische Jüdische Museum in Krakau und die Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim (Auschwitz) als Arbeitsstätten,weil sie eine starke symbolische Bedeutung für die Vergangenheit in der Gegenwart haben.

Das Auschwitz-Kraków-Projekt ist eine europaweite Veranstaltung, organisiert vom Psychodrama Institut für Europa und ist offen für Teilnehmer aus europäischen und außereuropäischen Ländern und Kulturen.

Die Leiter des Auschwitz-Kraków-Projekt sind lebende Beispiele des Erfolgs dieses Dialogs. Sie waren beteiligt an der Schaffung eines Psychodramatischen Raums für Begegnungen zwischen Juden und Deutschen der Nachkriegsgeneration.

Leiter
Hilde Gött – Weiterbildungsleiterin Dipl. Sozialpädagogin – geboren in Rumänien als Enkelin von SS-Mitgliedern deren Frauen nach Sibirien deportiert wurden. Sie ist Psychodrama-Weiterbildungsleiterin und Supervisorin (DGSv) und Vorsitzende des „Psychodrama-Instituts für Europa“ (PIfE). Sie ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit den Schwerpunkten Trauma, Häusliche Gewalt und Suizidale Gefährdung.

Yaacov Naor – Weiterbildungsleiter M.A C.A.G.S T.E.P – geboren in Deutschland
in einem DP - Lager von Eltern, die beide Holocaust-Überlebende sind. Gründer und Leiter von ISIS ISRAEL-Psychodrama und des Intermodal Expressive Arts Therapy Centers in Tel-Aviv. Er ist zertifizierter Therapeut, Trainer und Supervisor für Psychodrama und EAT. In diesen Bereichen unterrichtet und bildet er seit 30 Jahren aus in Europa, USA, Kanada und Israel.